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Kulissenschalldämpfer - Technik
Einfügungsdämpfung
Die Einfügungsdämpfung DE wurde nach DIN EN ISO 7235 ( DIN 45646 ) gemessen und nach den Prüfbestimmungen der Gütegemeinschaft Schalldämpfer e.V. interpoliert. Extrapolation ist unzulässig.
Da Dämpfungswerte über 50 dB praxisfremd sind, wurde in unseren Tabellen und im Programm dieser Wert als Obergrenze festgelegt.

Müssen höhere Werte erreicht werden, sind zusätzliche Maßnahmen unerläßlich, wie z. B.:

Teilung der Schalldämpfer in zwei Längen mit akustischer Entkoppelung der Gehäuse.

Einbau dieser Teillängen mit einem Mindestabstand entsprechend der halben Wellenlänge ( z.B. bei 250 Hz > 0,7 m ). Es ist bei dieser Einbauart auch eine unterschiedliche Luftgeschwindigkeit in den Schalldämpfern möglich.

Eine Luftschalleinstrahlung nach dem Schalldämpfern kann durch eine schalldämmende Isolierung der Kanäle und der Schalldämpfer vermindert werden. Es ist aber zu beachten, dass auch mit den vorstehenden Maßnahmen die erreichbaren Dämpfungswerte nach oben begrenzt sind.

   
Strömungsrauschen
Durch die Querschnittsveränderung im Schalldämpfer entstehen Strömungsgeräusche, die mit zunehmender Luftgeschwindigkeit ansteigen, ermittelt wurden diese nach DIN EN ISO 7235 (DIN 45646). Das Maß dieser Größe ist der Schalleistungspegel LwA in dB (A).

Es muß darauf geachtet werden, dass das Strömungsgeräusch um ca. 7 bis 10 dB kleiner ist, als der an der gleichen Stelle im Kanalsystem zulässige Anlagengeräuschpegel.

In der Tabelle für Strömungsrauschen und im Programm haben wir die Strömungsgeräusche als Schalleistung in dB (A) abhängig vom Kanalquerschnitt angegeben.

 
Druckverlust

Ist nach DIN EN ISO 7235 (DIN 45646) ermittelt worden und entsteht im Schalldämpfer hauptsächlich durch den Ein- und Austrittsverlust. Bei höheren Luftgeschwindigkeiten und größeren Längen ist jedoch auch der Reibungsanteil zwischen den Kulissen zu beachten. Wir haben deshalb in unserer Druckverlusttabelle und im Programm den Druckverlust nicht nur geschwindigkeits-, sondern auch längenabhängig angegeben. Die dort angegebenen Druckverluste gelten bei einer Temperatur von ca. 20° Celcius, gleichmäßiger Schalldämpferanströmung und beidseitig angeschlossenem Kanalsystem.

Halbrunde Anströmkappen, an der Lufteintrittsseite der Kulissen, vermindern den Druckverlust.

 

 

Luftgeschwindigkeit im Schalldämpfer

Bei der Projektierung von Klima- und Lüftungsanlagen ist in den meisten Fällen über die Einbausituation der Schalldämpfer nichts oder nur wenig bekannt. Um aber Schalldämpfer auswählen zu können, muss die zulässige Luftgeschwindigkeit (auch bei allen Unsicherheiten) festgelegt werden. Damit eine Beeinflussung des zulässigen Raumpegels vermieden wird, kann die Luftgeschwindigkeit als Richtwert in Abhängigkeit von der Luftmenge abgestuft werden.
Dabei ist aber zu beachten, dass die Luftgeschwindigkeit im Schalldämpfer um so niedriger liegt, je dichter der Schalldämpfer zum Einwirkort eingebaut wird, bzw. je kleiner der zulässige Endpegel wird.

Als Richtwert können folgende Luftgeschwindigkeiten angenommen werden:
Luftmenge Luftgeschwindigkeit
<=5000 m³/h ca. 8 m/s
<=10000 m³/h ca. 10 m/s
>10000 m³/h ca. 12 m/s

Um eine Pegelerhöhung am Einwirkort durch das Strömungsgeräusch zu vermeiden, muss die Luftgeschwindigkeit im Schalldämpfer so gewählt werden, dass der durch das Strömungsgeräusch entstehende Pegel um ca. 7 bis 10 dB (A) unter dem gültigen Endpegel bleibt.

Bitte beachten Sie, dass die vorstehenden Luftgeschwindigkeiten nur als Richtwerte gelten können.